Schilk & Partner
Kleines Baufinanzierungslexikon
Annuität: Feste jährliche Rate, die Zinsen und Tilgung umfasst. Sie bleibt während der gesamten Laufzeit konstant.
Annuitätendarlehen: Ein Darlehen, bei dem der Darlehensnehmer regelmäßig gleichbleibende Raten (Annuitäten) zahlt, die sowohl Zins- als auch Tilgungsanteile enthalten. Der Zinsanteil wird mit jeder getätigten Rate geringer und der Tilgungsanteil höher.
Anschlussfinanzierung/ Refinanzierung: Neufinanzierung eines bereits bestehenden Darlehens nach Ablauf der Zinsbindungsfrist.
Baudarlehen: Ein spezielles Darlehen zur Finanzierung von Bauvorhaben.
Baufinanzierung: Finanzierung eines Bauvorhabens, meist durch ein Darlehen.
Baufinanzierungsberater/in: Ein/e Expert/in, der/die bei der Wahl und Beantragung von Baufinanzierungen, Bausparverträgen und Privatkrediten mit seinem/ ihrem fundierten Wissen hilft.
Baunebenkosten: Zusatzkosten, die beim Bau einer Immobilie entstehen, wie zum Beispiel für Architekten oder Behördengebühren.
Bausparvertrag: Vertrag, der es ermöglicht, Kapital für den Bau oder Kauf einer Immobilie anzusparen und später zu einem günstigen Zinssatz zu leihen.
Beleihungswert: Der Beleihungswert ist der Wert einer Immobilie, den eine Bank als Grundlage für die Vergabe eines Kredits verwendet, wobei er meist unter dem tatsächlichen Marktwert liegt. Er berücksichtigt Faktoren wie Lage, Zustand und Ertragsfähigkeit der Immobilie, um die Sicherheit des Darlehens zu gewährleisten.
Bereitstellungszinsen: Zinsen, die nach einer gewissen Zeit auf den nicht abgerufenen Kredit(anteil), der bei dem Kreditinstitut bereitsteht, anfallen.
Bestandsimmobilie: Bereits bestehende Immobilie, die gekauft wird oder im Besitz ist.
Darlehenshöhe: Der Betrag, den der/die Kreditnehmer/in aufnimmt.
Darlehensnehmer: Person, die ein Darlehen aufnimmt.
Eigenkapital: Das Geld, das der/ die Darlehensnehmer/in selbst in das Bau- oder Kaufvorhaben investiert.
Energieausweis: Dokument, das die Energieeffizienz eines Gebäudes bewertet.
Erwerbsnebenkosten: Kosten, die zusätzlich für den Kauf einer Immobilie anfallen.
(Maklergebühren, Notar-und Grundbuchkosten, Grunderwerbsteuer)
Fördermittel: Zuschüsse oder günstige Darlehen zur Förderung von Bauvorhaben.
Forward-Darlehen: Ein Darlehen, das bereits heute abgeschlossen wird, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgezahlt wird, um eine Anschlussfinanzierung abzusichern.
Fremdkapital: Kapital, das von außen zugeführt wird, meist in Form von Darlehen.
Grundbuch: Öffentliches Register, das alle rechtlichen Informationen zu einer Immobilie enthält. Der Grundbuchauszug ist u.a. ein benötigtes Dokument für die Finanzierungsprüfung.
Grundschuld: Ein dingliches Sicherungsrecht für die Bank, das zur Absicherung eines Darlehens dient. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit kann die Bank das Grundstück oder die Immobilie verwerten.
Grunderwerbsteuer: Steuer, die beim Erwerb von Grundstücken oder Bestandsimmobilien auf den Kaufpreis zu zahlen ist. Diese kann in den Bundesländern unterschiedlich hoch ausfallen. (Bsp. Hamburg 5,5% <-> Bayern 3,5%)
Hypothek: Belastung einer Immobilie zugunsten eines Gläubigers, um ein Darlehen abzusichern.
Immobilienbewertung: Einschätzung des Wertes einer Immobilie durch einen Sachverständigen.
KfW-Darlehen: Förderdarlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die zu oft günstigen Konditionen für Bau- oder Renovierungsprojekte vergeben werden.
Kreditlaufzeit: Der Zeitraum, in dem das Darlehen zurückgezahlt wird.
Kreditrate: Monatliche oder jährliche Zahlung, die der Kreditnehmer an den Kreditgeber leistet.
Kreditvertrag: Vertrag, in dem die Bedingungen eines Darlehens festgelegt sind.
Kreditwürdigkeit: Die Bonität oder Kreditfähigkeit des Antragstellers, die von Banken überprüft wird, um festzustellen, wie wahrscheinlich es ist, dass der Darlehensnehmer das Darlehen zurückzahlen kann.
Maklergebühren: Gebühren, die bei der Vermittlung von Immobilien durch einen Makler anfallen.
Notarkosten: Kosten für den Notar bei der Beurkundung des Kaufvertrags einer Immobilie.
Prolongation: Verlängerung der Laufzeit eines bestehenden Darlehens.
Restschuld: Der noch nicht getilgte Betrag eines Darlehens.
Rückzahlungsplan (auch Tilgungsplan): Plan für die Rückzahlung eines Darlehens, einschließlich Tilgung und Zinsen.
Schufa: Deutsche Auskunftei, die die Kreditwürdigkeit von Privatpersonen überprüft.
Sicherheiten: Vermögenswerte oder Bestandsimmobilien, die dem Kreditgeber als Sicherheit dienen.
Sondertilgung: Möglichkeit, zusätzlich zur vereinbarten Rate Geld in das Darlehen zu investieren, um somit die Restschuld zu reduzieren. Bei den meisten Banken ist dies 1x jährlich zu einer vorher vereinbarten Höhe möglich.
Sollzins: Der Zinssatz, der auf das Darlehen angewendet wird und aus dem in Addition zur Tilgung die monatliche Rate resultiert.
Tilgung: Die Rückzahlung eines Darlehensbetrags. Bei einem Annuitätendarlehen wird die Tilgung über die Laufzeit hinweg schrittweise erhöht.
Tilgungsplan: Plan, der festlegt, wie und wann das Darlehen zurückgezahlt wird.
Umschuldung: Ablösung eines alten Darlehens durch ein neues Darlehen zu möglichst besseren Konditionen.
Verkehrswert: Der Preis, der beim Verkauf einer Immobilie auf dem Markt erzielt werden kann.
Vorfälligkeitsentschädigung: Gebühr, die fällig wird, wenn ein Darlehen vorzeitig zurückgezahlt wird. Sie wird von den Banken individuell berechnet.
Zinsbindung: Zeitraum, in dem der Zinssatz des Darlehens festgelegt ist. Nach Ablauf der Zinsbindung kann das Darlehen teilweise oder vollständig abgelöst werden.
Zinsbindungsfrist: Der Zeitraum, in dem der Zinssatz für das Darlehen festgelegt ist. Eine gängige Zinsbindungsfrist beträgt 10, 15 oder 20 Jahre.
Zinsrisiko/ Zinsänderungsrisiko: Das Risiko, dass sich der Zinssatz während der Laufzeit eines Darlehens verändert und damit die Kosten steigen.
Zwischenfinanzierung: Eine Zwischenfinanzierung ist ein kurzfristiger Kredit, der genutzt wird, um einen finanziellen Engpass zu überbrücken, bis eine langfristige Finanzierung oder ein erwarteter Zahlungseingang verfügbar ist. Sie wird häufig beim Immobilienkauf eingesetzt, etwa wenn der Erlös aus dem Verkauf einer alten Immobilie noch nicht vorliegt, aber bereits eine neue Immobilie finanziert werden muss. Die Laufzeit ist meist kurz und die Zinsen sind oft höher als bei regulären Krediten.